ASGB: Besorgnis um die Situation in Katalonien

In News von ASGB Redaktion

Als einen Zerfall der Demokratie bezeichnet der Vorsitzende des ASGB, Tony Tschenett, die Repressalien des spanischen Nationalstaates gegenüber Katalonien. Unabhängig von der Tatsache, ob man für oder gegen das Referendum am ersten Oktober ist, kann es eines europäischen Staates nicht würdig sein, derart den Willen des Volkes zu unterdrücken.

„Besorgt bin ich in erster Linie über die Zukunft einer Region im Herzen Europas. Ich denke, dass die Herangehensweise des Nationalstaates Spanien Ursache und Auslöser für Eskalationen sein wird. Die Pro- und Contrafrage stellt sich mir in diesem Kontext gar nicht, viel eher beschäftigt mich, ob Katalonien auf einen Bürgerkrieg hinsteuert, der am Ende Spanien und die Region Katalonien noch weiter voneinander entfernt. Professionell wäre es von Spanien gewesen, wenn es das Referendum anerkannt hätte und den Ausgang als Volksentscheid respektieren würde. Was passiert, wenn man ein Volk als Geisel hält, zeigt das Beispiel Südtirol in den Jahren der Italianisierung und Unterdrückung. Dass sich diese Situation in Spanien wiederholen könnte, ist besorgniserregend und unbedingt zu vermeiden.“, schreibt der Vorsitzende des ASGB in einer Presseaussendung.