ASGB Landesbedienstete durch Bericht des Generaldirektors bestätigt: „Seine Forderungen bestätigen unsere“

In Newsby ASGB Redaktion

Problem der Überalterung und mangelnden Nachwuchses wurde schon vor Monaten aufgezeigt

Auf das Problem des steigenden Durchschnittsalters der Landesbediensteten, einer massiven Pensionierungswelle bei zugleich mangender Attraktivität für junge Fachkräfte haben die ASGB-Landesbediensteten schon im Mai bei ihrer Vollversammlung aufmerksam gemacht. „Wir sehen nun, dass der Generaldirektor in seinem Bericht die gleichen Herausforderungen hervorhebt“, so Erwin Pfeifer, Vorsitzender der Gewerkschaft, „und in vielen Bereichen die gleichen Forderungen stellt wie wir, damit wir diese Herausforderungen meistern können“.

Der Bericht, auf den Pfeifer Bezug nimmt, ist jener, den Generaldirektor Hanspeter Staffler mit „Qualität und Entwicklungschancen der Südtiroler Landesverwaltung“ überschrieben und vor wenigen Tagen veröffentlicht hat. Mit zahllosen Daten und Statistiken untermauert, weist er darin auf die in den kommenden Jahren akut werdenden Probleme hin, die Pensionierungen und fehlender Nachwuchs mit sich bringen. Es gelte, mit gezielten Maßnahmen den Arbeitgeber Land attraktiver zu machen, heißt es im Bericht.

„Interessant ist, dass der Generaldirektor dafür dieselben Instrumente nennt, die wir schon in unseren im Mai verabschiedeten Resolutionen gefordert hatten“, so Pfeifer. Als Beispiele nennt der Vorsitzende der mit über 1500 Mitgliedern zweitstärksten Gewerkschaft unter den Bediensteten des Landes die kontinuierliche Erneuerung der Kollektivverträge, ein Age-Management, eine gezielte Nachwuchsförderung durch breitere Ausbildungschancen, ein Wissensmanagement, die digitale Transformation, eine angemessene Gehaltsentwicklung und ein gezieltes Employer Branding. „In weiten Teilen liest sich der Bericht wie eine Untermauerung unserer Forderungen“, so Pfeifer.

Dass sich im Bericht des Generaldirektors so viele der ASGB-Forderungen wiederfinden, freut die Spitze der Gewerkschaft natürlich, aber: „Wir wissen nur zu gut, wie geduldig Papier ist“, so Pfeifer, der seine Angst äußert, dass der Bericht bei künftigen Entscheidungen keine große Beachtung finde. „Deshalb geht es nun darum, dass die Landesregierung den Bericht ernst nimmt und konkrete Schritte in die vorgeschlagenen Richtungen setzt“, so Pfeifer. Tue man dies nicht, riskiere die Landesverwaltung in zehn, fünfzehn Jahren den Kollaps. „Und eine blockierte öffentliche Verwaltung ist nichts, was die Demokratie brauchen kann“, unterstreicht der Vorsitzende der ASGB-Landesbediensteten.

Resolutionen aus der Vollversammlung der ASGB-Landesbediensteten:

https://asgb.org/fachgewerkschaften/asgb-landesbedienstete/

Bericht von Generaldirektor Hanspeter Staffler:

http://www.provinz.bz.it/de/downloads/Bericht_des_Generaldirektors_laut_LG_17-1993_-_2018.pdf