ASGB: Stopp dem Ausverkauf der Heimat!

In News von ASGB Redaktion

Tony Tschenett, Vorsitzender des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), begrüßt den Beschluss der Landesregierung, in 51 Gemeinden und Fraktionen temporär 100 Prozent des Wohnraums zu konventionieren.

Der ASGB-Chef gibt zu bedenken, dass Spekulationen mit Ferienimmobilien in touristisch besonders attraktiven Gegenden oft Auslöser einer Preisexplosion am Immobilienmarkt waren. Der einheimische Normalverdiener hätte oft zu Gunsten finanzkräftiger Investoren in weniger attraktive Gebiete ausweichen müssen. Die Tatsache, dass diesem Treiben mittels Landesbeschluss nun ein Riegel vorgeschoben wird, sei äußerst erfreulich und würde vom ASGB vollinhaltlich unterstützt.

„Eine permanente Einwohnerschaft macht das Flair eines Ortsbildes aus. Natürlich verträgt jedes Ortsbild einen Teil an Ferienwohnungen oder –Häuser. Wenn dieser aber unverhältnismäßig groß wird, fangen die Probleme an: es bildet sich eine auf Touristen zugeschnittene Lokalwirtschaft, die Bedürfnisse der Einheimischen rücken in den Hintergrund und außerhalb der Tourismussaisonen ähneln die Ortschaften und Gemeinden Geisterstädten. Im Hochpustertal kann man am besten beobachten, wohin dieser Trend langfristig führt: zu einer Abwanderung der Einheimischen und einem ausländischen Elitetourismus. Gut, dass dem nun entschieden gegengesteuert wird!“, schreibt Tschenett in einer Presseaussendung.